1. Wer als Mitarbeiter(in) in meine Kanzlei eingetreten ist, ist verpflichtet, diese im positiven Sinn mitzugestalten, denn der persönliche Erfolg ist von dem der Kanzlei nicht zu trennen.
2. Alle Mitarbeiter(innen) werden über Ziele, Leistungen, Erfolge aber auch über Fehlleistungen der Kanzlei informiert, sodass jederzeit notwendige Verbesserungen z. B. durch die Schwachpunktanalyse gewährleistet sind.
3. Von jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin erwarte ich, dass sie sich neuen Entwicklungen in der Kanzlei öffnen und konstruktive Vorschläge für Verbesserungen einbringen, gerade dann, wenn ihnen Fehler unterlaufen sind.
4. Jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin soll bewusst sein, dass die Anwaltskanzlei einer ihr angemessenen Führungsstruktur bedarf, wenn sie planvoll und wirtschaftlich arbeiten soll.
5. Alle in meiner Kanzlei Beschäftigten haben die Pflicht, am positiven Erscheinungsbild der Praxis nach innen und nach außen mitzuwirken und zwar im Sinne der Grundsätze, die in meiner Kanzlei-Philosophie festgelegt sind.
6. Jeder in meiner Kanzlei Beschäftigte muss sich stets vor Augen halten, dass der Einsatz für den Mandanten und die Rentabilität der Kanzlei die wichtigsten Ziele seiner Arbeit sind.
7. Die Auswahl und der Einsatz eines jeden Mitarbeiters erfolgen gemäß seinen Begabungen und Erfahrungen, sodass er in dem sicheren Gefühl arbeitet, nicht nur als Mitarbeiter benötigt, sondern auch als Mensch geachtet zu werden.

Fachliche Kompetenzen
In Deutschland gibt es rund 350 Ausbildungsberufe und mit ihnen eine breite Variation von Inhalten und Anforderungen. Bei aller Verschiedenheit und fachlichen Differenzierung setzen sie jedoch dieselben Basiskenntnisse voraus. Dies sind im Wesentlichen:
1. Grundlegende Beherrschung der deutschen Sprache
• Einfache Sachverhalte aufnehmen und in Wort und Schrift wiedergeben
• Klare Sprache, verständliche Formulierungen
• Einfache Texte fehlerfrei schreiben
• Rechtschreibung und Grammatik
• Verschiedene Sprachebenen und stile unterscheiden und korrekt anwenden
(Fachsprache und gehobene Sprache; Alltags- und Umgangssprache; Jargon)
2. Beherrschung einfacher Rechentechniken
• Grundrechenarten
• Dezimalzahlen und Brüche
• Maßeinheiten
• Dreisatz und Prozentrechnen
• Berechnung von Fläche, Volumen und Masse
• Grundlagen der Geometrie
(Textaufgaben verstehen. Die wichtigsten Formeln kennen und anwenden. Mit dem Taschenrechner umgehen können.)
3. Grundlegende naturwissenschaftliche Kenntnisse
Schulform- und altersgerechte Grundkenntnisse in Physik, Chemie, Biologie und Technik. Naturwissenschaftliche Phänomene erkennen und auch in Zusammenhängen verstehen. Moderne Technik verstehen und eine positive Grundeinstellung dazu entwickeln.
4. Grundkenntnisse wirtschaftlicher Zusammenhänge
Hinführung zur Arbeitswelt auch durch Schülerbetriebspraktika
• Wie funktioniert das marktwirtschaftliche System
• Welche Rolle spielen die Unternehmen, der Staat, die Tarifparteien und die privaten Haushalte als wesentliche Akteure im
Rahmen unserer Wirtschaftsordnung?
5. Grundkenntnisse Englisch
Englisch ist Weltsprache. Schulabgänger sollten wenigstens über Grundkenntnisse verfügen.
Einfache Sachverhalte in Englisch ausdrücken. Die Fremdsprache in normalen auch beruflichen Alltagssituationen zur Verständigung anwenden.
6. Grundkenntnisse im IT-Bereich
Die modernen Informations- und (Tele-) Kommunikationstechniken haben inzwischen ihren festen Platz in der Lebens- und Arbeitswelt. Daher sollten speziell junge Menschen frühzeitig ein Verständnis für moderne Technik und Technologie entwickeln; über Grundkenntnisse in der PC-Anwendung verfügen; zu einem reflektierten Umgang mit Technik und Medien angeleitet werden.
7. Basiskenntnisse unserer Kultur
Wurzeln und Entwicklung der deutschen (Kultur-) Geschichte kennen und verstehen.
• die wichtigsten Etappen der deutschen und der europäischen Geschichte sowie der Weltgeschichte
• gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen und Systeme
• ethische Grundsätze
• Grundzüge der Weltreligionen und religiöse Ursprünge unserer Kultur.
Soziale Kompetenzen
1. Kooperationsbereitschaft Teamfähigkeit
Der Erfolg der Kanzlei hängt immer auch vom Willen der Beschäftigen zur Zusammenarbeit ab. Jeder einzelne Mitarbeiter ist aufgefordert, Informationen auszutauschen, Erfahrungen weiterzugeben und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.
2. Höflichkeit Freundlichkeit
Wer freundlich ist, hat schneller und leichter Erfolg. Dies gilt für die Beziehungen der Kanzlei nach außen (Mandanten, Lieferanten, Öffentlichkeit) natürlich genauso wie für ein gutes Betriebsklima im Inneren.
3. Konfliktfähigkeit
Unterschiedliche Meinungen, Haltungen und Ansichten werden immer auch zu Differenzen führen. Sie sollten jedoch friedlich und konstruktiv bewältigt werden. Das setzt Sprach- und Argumentationsvermögen ebenso voraus wie die Fähigkeit, mit persönlicher Verärgerung und mit Widersprüchen umgehen zu können.
4. Toleranz
Für ein offenes Miteinander von Menschen ist es wichtig, auch Meinungen und Ansichten gelten zu lassen, die von der eigenen Haltung abweichen. Allerdings müssen sie mit der demokratischen Grundordnung und den Menschenrechten vereinbar sein. In der Kanzlei sind Toleranzgrenzen z. B. dann erreicht, wenn der Betriebsfrieden gefährdet ist oder wenn Arbeit und Leistung verweigert werden.
Persönliche Kompetenzen
Neben der fachlichen und der sozialen Kompetenz sind eine Reihe von Grundhaltungen und Werteinstellungen im Arbeitsleben wichtig.
1. Zuverlässigkeit
Wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Zusammenarbeit und das Erreichen von Zielen.
Man muss sich darauf verlassen können, dass die Jugendlichen die ihnen übertragenen Aufgaben ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend wahrnehmen auch unter widrigen Umständen und ohne ständige Überwachung oder Kontrolle.
2. Lern- und Leistungsbereitschaft
Grundbedingung für eine erfolgreiche Ausbildung.
Ausbildung, Beruf und Arbeit sind nicht notwendige Übel, sondern wichtige Bausteine des eigenen Lebens. Freude an der Arbeit und Erfolg im Beruf tragen zu einer positiven Lebenseinstellung und individueller Zufriedenheit bei. Jugendliche sollten von der Schule Neugier und Lust auf Neues mitbringen und diese Eigenschaften in der Ausbildung weiter entwickeln.
3. Ausdauer Durchhaltevermögen Belastbarkeit
Wichtig, um mit Misserfolgen fertig zu werden.
Im (Berufs-) Leben kann nicht immer alles glatt gehen. Aber auch Belastungen und Enttäuschung muss man aushalten können. Nicht zuletzt stärkt dies das Selbstvertrauen. Im Elternhaus und Schule sollten die Jugendlichen gelernt haben, nicht gleich aufzugeben, wenn sich der gewünschte Erfolg nicht sofort oder gar nicht einstellt.
4. Sorgfalt Gewissenhaftigkeit
Man kann nicht immer „Fünf gerade sein lassen“.
Die Aufgaben und Tätigkeiten in der Kanzlei erfordern Genauigkeit und Ernsthaftigkeit. Durch Flüchtigkeit kann großer Schaden entstehen. Wer dagegen mit Disziplin und Ordnungssinn pünktlich an die Arbeit geht, der ist gut gerüstet und braucht sich keine Sorgen zu machen.
5. Konzentrationsfähigkeit
Keine Leistung ohne Konzentration.
Es ist so einfach, sich ablenken zu lassen. Aber es ist auch notwendig, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Das muss man wollen und können. Beides lässt sich mit gutem Erfolg trainieren. Die Schule ist dabei ein wichtiger Partner.
6. Verantwortungsbereitschaft Selbstständigkeit
Man muss für das, was man tut, einstehen auch dann, wenn es einmal misslingt.
Erfahrungen gibt Sicherheit für selbstständiges Denken und Handeln. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, wächst mit zunehmender Reife. Ansätze müssen jedoch mit dem Eintritt in Ausbildung schon vorhanden sein. Wo kämen wir hin, wenn jeder das, was ihm unangenehm oder lästig ist, auf andere abschieben würde!
7. Fähigkeit zu Kritik und Selbstkritik
Nobody is perfect.
Wer die Fähigkeit zur Kritik hat, kann z. B. relativ schnell Wichtiges und Unwichtigem unterscheiden. Er erkennt aus der Sache heraus, ob etwas zu befürworten oder abzulehnen ist.
Genauso wichtig ist auch die Fähigkeit, das eigene Tun kritisch zu hinterfragen, Fehler einzusehen und sie korrigieren zu wollen.
8. Kreativität und Flexibilität
Wichtige Helfer in allen Lebenslagen.
Im Beruf muss jeder mitdenken. Wer ideenreich und aufgeschlossen ist, hat es einfacher auch und gerade bei der Lösung von Problemen. „Frischer Wind“ hilft, z. B. die täglichen Aufgaben oder die Organisation des eigenen Arbeitsplatzes positiv zu verändern. Übrigens: Wer kreativ und flexibel ist, kann sich leichter und schneller in neue Aufgaben einarbeiten.
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Fachanwaltschaften: Familienrecht, Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht.
Schwerpunkte: Anwaltshaftung, Arbeitsrecht, Arztrecht, Baurecht, Berufs- Erwerbsunfähigkeitsrecht, Altersrente, Bußgeldsachen, Erbrecht, Familienrecht, Immobilienrecht, Kraftfahrzeugrecht, Miet- & Pachtrecht, nichteheliche Lebensgemeinschaft, Rentenversicherungsrecht, Scheidungsrecht, Sorgerecht, Sozialrecht, Umgangsrecht, Unterhaltsrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Unfallversicherung, Vertragsrecht, Verwaltungssrecht, Wohnungseigentumsrecht, Zugewinnausgleich, Zwangsvollstreckung